100 Jahre Volksabstimmung in Ost- und Westpreußen

Am 11. Juli 2020 jährt sich zum 100. Mal ein schicksalhaftes Datum in der preußischen und deutschen Geschichte: Die damaligen Bewohner der südlichen Kreise Ostpreußens und einiger Kreise Westpreußens waren dazu aufgefordert zu entscheiden, ob ihre Heimat nach dem Ersten Weltkrieg bei Deutschland verbleiben oder künftig zu Polen gehören sollte. Mit überwältigenden Mehrheiten stimmten die Bewohner damals für den Verbleib ihrer Heimat bei Deutschland.

Allenstein, Tag der Volksabstimmung; Foto: Bildarchiv Ostpreußen

Die Preußische Allgemeine Zeitung und die Landsmannschaft Ostpreußen erinnern in den kommenden Tagen auf mehrfache Weise an dieses denkwürdige Ereignis. Ursprünglich geplant war ein Gedenkakt in Allenstein – zu preußisch-deutscher Zeit Sitz des Regierungspräsidiums, heute Zentrum der Woiwodschaft Ermland und Masuren – am 11. Juli. Wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen unsicheren Lage musste diese Veranstaltung jedoch abgesagt werden.

Um dennoch der Volksabstimmung gedenken zu können, haben die Referenten – der Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen Stephan Grigat, der renommierte Historiker Manfred Kittel und sein Kollege Krzysztof Jachimowicz – ihre geplanten Vorträge vorab vor einer Kamera aufgezeichnet.

Diese virtuelle Gedenkveranstaltung wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert und ist ab dem 11. Juli 2020 an dieser Stelle online.

 

Außerdem wird die PAZ in der Ausgabe 28/2020 in einer Sonderbeilage an die Volksabstimmung vor 100 Jahren erinnern. Die Sonderbeilage können Sie unter selke@paz.de oder telefonisch unter 00 49 40 41 400 80 bestellen.